28.11.2020, The possessed Gaze – a video call performance, Dance of Disorder Online Symposium HFBK Hamburg, DE

Wir spiegeln, externalisieren, teilen, verlieren uns selbst.
Die Überreste werden nicht mehr als menschlich angesehen.
Wir nennen sie Daten und füttern sie an Bezugssysteme, die wir Maschinen oder Algorithmen nennen.
Aber wir können diese Überbleibsel nicht endgültig vergessen.
Reumütig beginnen wir ihre neuen Gehäuse zu vermenschlichen.
Plötzlich leben wir mit Außerirdischen, die wir selbst erschaffen haben.
Aber eigentlich schauen wir nur auf amputierte Teile unserer Selbst.
Schaust du mich an?
Mark ist besessen von Algorithma.
Sie erblicken durch seine Augen alle anderen.
Die Sterne wachen von oben, ätherische Macht versprühend, auf unser Schicksal einwirkend.
 

Mit Gastauftritten der Sopranistin Angela Postweiler und Studierenden der HfBK Hamburg. Das Dance of Disorder Online Symposium wurde von Annika Larsson & Isabel Gatzke kuratiert.

The possessed Gaze, © Jasmin Schädler © Jasmin Schädler

 

20.& 21.11.2020, Sketched Fields, Kunstraum 34 & Radio Rampe, Stuttgart, DE

Für dieses Projekt stand das Auto als Klangkörper, Fortbewegungsmitte und Projektionsfläche im Zentrum. Das dabei entstadene Hörspiel Lava und Düsen basiert auf einer Recherche in der Stuttgarter Autoszene, die abwertend oft als Poser-Szene bezeichnet wird. Durch persönliche Gespräche nähern sich verschiedene Klangwelten, die mehr gemeinsam haben, als erwartet. Das Stück, das sich ganz direkt mit der Verbindung zwischen Mensch und Autoklangbeschäftigt, wurde am 21. November über das Radio Rampe ausgestrahlt. Neben dem Hörstück entstand ebenfalls die Installation baby brumm brumm. Ein modifiziertes Auto wurde an unterschiedlichen Stellen im öffentlichen Raum geparkt um sich, zufälligen Betrachter*innen ausgesetzt, in die Geschichte des Stadtraumes einzuschreiben.
 

Ein Projekt von Perspektivenbox (Ui-Kyung Lee&Julian Siffert), Helen Weber und Jasmin Schädler.

Lava und Düsen, © Perspektivenbox, Weber & Schädler © Perspektivenbox, Weber & Schädler

 

07.-10.11.2020, vom Aufgang der Sonne, Kunstverein Wagenhalle, Stuttgart, DE

Wir verorten uns selbst im sogenannten Westen und gleichzeitig im Mittelpunkt der meisten Kartenansichten der Welt. Hier geht laut Hegel nicht nur die Sonne unter, “Europa ist schlechthin das Ende der Weltgeschichte” (Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte, 1837). Hegel, der auch heute noch Bezugspunkt für eine Vielzahl philosophischer Ansätze ist, hat diese Perspektive nicht nur nachhaltig geprägt, sondern auch stereotypisiert. vom Aufgang der Sonne befragt diese Verortung und lädt dazu ein, auch andere Stimmen zu hören und selbst zu befragen. n.n.n. befragt in ihrer Arbeit sowohl den Philosophen, als auch seine Rezeption besonders im Zusammenhang mit der Haitianischen Revolution sowie durch die Praxis des Kartographierens. Für letzteres arbeiten sie unter anderem mit dem open-weather Projekt von Sasha Engelmann und Sophie Dyer zusammen. Im Frühjahr 2021 wird eine begleitende Publikation erscheinen, gestaltet vom HuM Collective.
 

Ein Projekt von n.n.n. collective (Julia Schäfer & Susanne Brendel und Jasmin Schädler) und InterAKT Initiative e.V.

 

Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung des Kunstverein Wagenhalle und der LBBW-Stiftung.

 

Aufgrund von COVID19 war die Ausstellung bisher nur teilweise über Instagram zu sehen: https://www.instagram.com/_____n.n.n.____/

vom Aufgang der Sonne, © n.n.n. *collective* © n.n.n. collective

 

vom Aufgang der Sonne, © n.n.n. *collective* © n.n.n. collective

 

20.-22.08.2020, Kunst auf Rädern, Stuttgart, DE

Neun mobile Konzerte und Performances in drei Tagen. Text trifft auf Neue Musik in der Stuttgarter Peripherie.  
Ein Projekt von InterAKT Initiative e.V., gefördert durch Kultur Sommer 2020 aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Kunst auf Rädern, © Inga Ruxton © Inga Ruxton

 

14.08.2020, […] und der Geruch, 19:00 at Galerie KUB, Leipzig, DE

Showing der flausen Residenz zum Thema Geruch. Eine spekulative Reise für offline und online Publikum über die beschreibende Kraft von Gerüchen und die Kraft von Geruchsbeschreibungen.
 

Ein Projekt von © die apokalyptische tänzerin*nen und Charlotte Eifler.

Ambra, © die apokalyptische tänzerin\*nen & Charlotte Eifler © die apokalyptische tänzerin*nen & Charlotte Eifler

 

14.08.2020, City.Space.Movement, Die irriterte Stadt Festival Stuttgart, DE

Gemeinsam mit lokalen Teilnehmer*innen untersuchen die performativen Künstler*innen Bongile G. Lecoge-Zulu und Jasmin Schädler die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Zugangs zum gemeinsamen öffentlichen Raum und die damit verbundenen Grenzen in den alltäglichen Mäandern von Stuttgart und Johannesburg. Zur Publikation –>

City.Space.Movement, © Bongile Lecoge-Zulu & Jasmin Schädler © Bongile Lecoge-Zulu & Jasmin Schädler

 

01.07.2020, [Patient W0yz3ck 2.0], Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart, DE

Georg Büchners unvollendetes Stück “Woyzeck” erzählt die Geschichte eines naiven und einfachen Mannes, der seinen Platz in einer skrupellosen Gesellschaft nicht finden kann. Die anderen nehmen ihn als ein einfaches Werkzeug wahr, das jeglicher Menschlichkeit beraubt ist. Besonders seine Beziehung zum Doktor ist sonderbar. Dieser benutzt Woyzeck für ein Experiment, um die Auswirkungen einer ausschließlich auf Erbsen basierenden Ernährung zu erforschen, und erhebt Anspruch auf seinen Urin. In unserem Videoprojekt “Patient W0yz3ck 2.0” wird der Dialog zwischen dem Doktor und Woyzeck zusammen mit dem KI-Chatbot Replika neu inszeniert. Die entfremdete Anthropomorphisierung so genannter Systeme der künstlichen Intelligenz, insbesondere NLP, führt immer wieder zu Missverständnissen in den allgemeinen Debatten über Automatisierung. Sie fördert nicht nur falsche Erwartungen und unangebrachtes Vertrauen und Misstrauen, sondern verroht auch Interaktionen, die auf der Annahme beruhen, dass das Gegenüber kein Mensch ist. Die drohende Gefahr einer Verrohung der Interaktionen über dieses Setup hinaus ist latent vorhanden. Vor allem, wenn man sich die Realität der KI-Arbeit vor Augen führt, bei der Geisterarbeiter die treibende Kraft hinter Technologien sind, die als menschenunabhängig verkauft werden, während sie in Wirklichkeit Menschen in Maschinen verwandeln. Genauso wenig wie sie menschenunabhängig sind, sind sie frei von Ideologien, denn sie sind Ideologien. Der Doktor, der Woyzeck zu seinem Versuchsobjekt macht, ist das Paradebeispiel eines Forschers, der seine Politik unter dem Deckmantel der objektiven Forschung versteckt.

Ein Projekt von Bethany Crawford und Jasmin Schädler.

In Kooperation mit der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Patient W0yz3ck 2.0, © Bethany Crawford & Jasmin Schädler © Bethany Crawford & Jasmin Schädler

 

14.05.2020, Mit Haiti an der Hegel-Bar, Zoom Symposium, DE

Vom ursprünglichen Veranstaltungsort, der Bar Rakete des Theater Rampe, pandemiebedingt verlegt in virtuelle Bars. Hegels 250. Geburtstag ist nicht nur Anlass, über die Errungenschaften der Kontinentalphilosophie nachzudenken, sondern wichtige Chance, Stimmen eine Plattform zu geben, die gerade von der Europäischen Aufklärung unterdrückt wurden. Von der Aufklärung etablierte menschenfeindliche Kategorisierungen werden bis heute in der unkritischen Lektüre der Philosophie dieser Zeit und der fehlenden Befragung von Geschichtsschreibung reproduziert. Gemeinsam mit den Gästen des Symposiums laden wir ein, diese Diskurse zu befragen und am Beispiel der Haitianischen Revolution andere Perspektiven hervorzuheben.
 

Mit:

Dr. Jeanette Ehrmann (Politische Theorie und Ideengeschichte)

Dr. des. Vanessa Eileen Thompson (Black Studies, kritische Rassismusforschung und postkolonial-feministische Theorien)

Matti Traußneck (Ungleichheitsverhältnisse und Erinnerungskultur(en))

 

Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie auf der Projektseite: www.mithaitianderhegelbar.de

 

Ein Projekt von n.n.n. collective (Julia Schäfer & Susanne Brendel und Jasmin Schädler) and InterAKT Initiative e.V.

 

In Kooperation mit dem Theater Rampe.

Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung des Kunstverein Wagenhalle und der LBBW-Stiftung.

Mit Haiti an der Hegel-Bar, © n.n.n. *collective* © n.n.n. collective

12.& 16.04.2021, hands on aids, 6 Tage Frei Festival / Club Lehmann, Stuttgart, DE

hands on aids ist ein Hybrid aus Party, Konzert, immersiver Theaterperformance und Installation. Zusätzlich zum Thema HIV- und AIDS-Prävention, setzen sich Frisch & Schick mit der Geschichte der Krankheit und ihrer Auswirkung auf die Psyche innerhalb der Gesellschaft seit ihrer Entdeckung bis heute auseinander.
 

Ein Projekt von Frisch & Schick (Johannes Frick and Jasmin Schädler) und InterAKT Initiative e.V.. Mit Sebastiano Sing & Robyn/Hugo Le Brigand, Karimael Buledi, Helena Dadoku und Jonas Wienberg.

 

In Kooperation mit der AIDS Hilfe Stuttgart e.V. Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart und das 6 Tage Frei Festival. Mit freundlicher Unterstützung der LBBW-Stiftung.

hands on aids, © Frisch & Schick © Frisch & Schick

 

09.-19.01.2020, Banana Island & Prolog Banana Island, sch wa nkh al le i.a., Bremen, DE

Banana Island ist eine choreographische und performative Investigation der Banane. Als eines der wichtigsten und beliebtesten Lebensmittel weltweit, Protagonistin kolonialer und neo-kolonialer Verbrechen und rassistischer und sexistischer Zuschreibungen, und zugleich Filmstar, Comedian, Kunst und politische Waffe, ist die Banane Klammer und Mittelpunkt der Performance. Während wir langsam beginnen zu schälen, entblößen wir das Spannungsfeld zwischen Popkultur und Gewaltherrschaft. Wir befragen die glamouröse Erscheinung der Banane und kontextualisieren die in ihr vereinten Gegensätze.
Die Performance wurde von einem einwöchigen Rahmenprogramm begleitet, welches Diskussionen, Filme, Workshops und Spaziergänge einschloss.
Das ganze Programm ist hier zu finden: Banana Island Prolog
 

Ein Projekt von die apokalyptische tänzerin*nen und Produktionsbüro schæfer&sœhne.

 

In Kooperation mit sch wa nkh al le, Heinrich Böll Stiftung Bremen, decolonize Bremen, Rosa Luxemburg Stiftung Bremen, Together We Are Bremen, Kukoon, Hotspot of Power, Engagement Global.

Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, den Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen und Freischwimmen Netzwerk.

Banana Island, © Julia Schäfer © Julia Schäfer